Luzerner Openair Cup Mürren

von Andi Willinig (Kommentare: 0)

Ein Sieger, dem alle den Erfolg gönnen

Er ist Mitbegründer des Luzerner Openair Cups und stand unzählige Male knapp vor dem Gewinn des Curlingturniers – bei der 17. Austragung durfte Heinz Knuchel endlich den ersten Sieg verbuchen. 

Openair-Curling zählt bei Sonnenschein zu den schönsten und befriedigendsten Winter-Sportarten, dies gilt besonders für Mürren mit seinem traumhaften Bergpanorama. Wenn es aber stürmt und schneit, wird viel Durchhaltewillen benötigt. Leider spielte das Wetter am Luzerner Openair Cup vom 13. bis 15. Januar 2017 mit Ausnahme der Finalpartien nicht mit. Immerhin konnten aber drei von vier geplanten Runden gespielt werden.

Bei derartigen Bedingungen können Openair-Spezialisten ihre Routine ausspielen. Deshalb standen vor dem Finaldurchgang nicht ganz überraschend drei Mannschaften aus Mürren an der Ranglistenspitze. Und auch das vierte verlustpunktlose Spitzenteam, CC Luzern Knuchel, pflegt enge Beziehungen zur Curling-Szene Mürren.

Die Spitzenpartien der Finalrunde lauteten: Mürren Surprise (Mark Feuz) gegen CC Luzern (Heinz Knuchel) sowie Mürren Dürewüscher (Urs Zulauf) gegen Mürren Tächi (Ueli Brechbühl). Weil bei Punktgleichheit auch die Zahl der gewonnenen Ends mit entscheidet, blieb der Ausgang bis zu Schluss spannend. Schliesslich entschied ein einziges End zugunsten des CC Luzern. Die Turniersieger und zugleich Luzerner Openair Meister 2017 heissen: Christian Wigger, Edy Abegglen, Peter Ulrich und Heinz Knuchel (Skip). Zweite wurde das Team Mürren Dürewüscher: Christine Zulauf, Daniel Allemand, Andi Willinig und Urs Zulauf (Skip). Der CC Aarau (Susanne Schibli, Ernst Nützi, Götz Kogler und Skip Thomas Habegger) schaffte mit einem Punkt Ruckstand das Podest.

Wohl selten durfte ein Sieger derart ehrliche Gratulationen entgegen nehmen. Heinz Knuchel hat vor 17 Jahren die Initiative zum Luzerner Openair Cup ergriffen und das Turnier während 10 Jahren als OK-Chef geprägt. Diverse Male verpasste er den Sieg hauchdünn. Dass es 2017 endlich reichte, dürfte nicht zuletzt an der   Gelassenheit liegen, die er bereits vor dem Finale bewies: „Mit 70 Jahren muss ich nicht mehr gewinnen, ich darf gewinnen!“

 

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